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Uhrenhemmungen...

Zylinderhemmung

Nachkomme und optimierte Variante der Sautroghemmung. Erst der weitere Einschnitt im Zylinder, die sogenannte Passage, erlaubte noch bessere Gangwerte der Hemmung und somit der Uhren. Über die optimale Form der Zähne wurde lange und ausgiebig diskutiert, das Ergebnis war eine Mischung aus viel gutem Gespühr, Intuition und Beobachtung. Zylinderräder gibt es mit 15, in kleineren Damenuhren auch mit 13 Zähnen.


Aufbau und Funktion der Zylinderhemmung

Zylinderhemmung

Die Funktionsweise ist eigentlich identisch zur Sautroghemmung, dennoch hier abermals die Beschreibung:
In der dicken Unruhwelle sieht man den Zylinder, der wie ein hohler Halbkreis geschnitten ist (siehe die kleine Querschnitts-Abbildung oben). In diesen Zylinder greifen nacheinander die Zähne des Zylinderrades, das sich hier im Bild im Uhrzeigersinn drehen möchte. Anfangs trifft also von der linken Seite ein Zahn des Zylinderrades auf den Zylinder. Wenn die Unruh schwingt, kann der Zahn irgendwann in den Zylinder hineingleiten und gibt der Unruh durch die gebogene äuß:ere Form etwas Schwung für deren nächste Halbschwingung. Der Zahn kommt im Zylinderinneren zunächst zur Ruhe. Die Unruh schwingt bald zurück und gibt schließlich durch die Öffnung den Zahn wieder frei. Durch die Form des Zahns bekommt auch hier wieder die Unruh etwas Schwung, wenn der Zahn über die Zylinderwand gleitet. Wenn die Unruh abermals zurück schwingt, kann der nachfolgende Zahn schließlich auch in den Zylinder gleiten, das Spiel beginnt von vorn.